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	<title>Herbert Schmidt</title>
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	<title>Herbert Schmidt</title>
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		<title>Einführungsrede zu &#8222;Emotionaler Auftritt&#8220; von Petra Stolting</title>
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		<dc:creator><![CDATA[H. Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2022 09:35:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ausstellung Herbert Schmidt 15. November 22 Stadtbücherei Rottenburg Emotionaler Auftritt, so der Titel der 3. Ausstellung in der Stadtbücherei mit Arbeiten von Herbert Schmidt ist ein Gemeinschaftsprojekt des Fördervereins Stadtbibliothek und des Kulturvereins Zehntscheuer. Herbert Schmidt ist seit 1993 wohnhaft in Rottenburg. Seit der Gründung des Künstlerhofs 2006, bei der er sofort zu dessen Vorsitzenden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ausstellung Herbert Schmidt 15. November 22 Stadtbücherei Rottenburg</p>



<p>Emotionaler Auftritt, so der Titel der 3. Ausstellung in der Stadtbücherei mit Arbeiten von Herbert Schmidt ist ein Gemeinschaftsprojekt des Fördervereins Stadtbibliothek und des Kulturvereins Zehntscheuer.</p>



<p>Herbert Schmidt ist seit 1993 wohnhaft in Rottenburg. Seit der Gründung des Künstlerhofs 2006, bei der er sofort zu dessen Vorsitzenden gewählt wurde, hat er sein Atelier im Künstlerhof . Herbert Schmidt hat in seiner Funktion als Vorsitzender des Künstlerhofs immer wieder entscheidende Gespräche und Verhandlungen mit der Stadt Rottenburg geführt und hat so zu der Stabilität und Weiterentwicklung des Künstlerhofs maßgeblich beigetragen. Im Künstlerhof haben zur Zeit 10 höchst unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler ihren Atelier-und Arbeitsplatz.</p>



<p>In Herbert Schmidts Biografie steht als erster Beruf Ingenieur, den er vor seiner Künstlertätigkeit ausgeübt hat. Dies ist&nbsp; interessant des halb, weil sich Herbert Schmidt einer Kunst- und Ausdrucksform zugewandt hat, sich für sie entschieden hat, die das komplette Gegenteil an Zugangsweisen voraussetzt, Handelt der Ingenieur, planvoll, technisch versiert und zielgerichtet, so ist die Art von Herbert Schmidts Kunst spontan, bauch- und gefühlsgesteuert und verbunden mit dem ständigen Versuch, den Kopf, das Planvolle und Vorausdenkende auszuschalten.</p>



<p>Der Titel der Ausstellung &#8222;Emotionaler Auftritt&#8220; klingt eher nach einer Theateraufführung oder einer Performance und weniger nach bildender Kunst, weniger nach Malerei.</p>



<p>Der Titel ist dennoch sehr passend, da diese hier gezeigte Malerei weder intellektuell und kopfbestimmt, ebenso wenig geplant und konstruiert ist.</p>



<p>Emotionaler Auftritt stellt das Gefühl, die Emotion und den &nbsp;Auftritt ,das Momentum , das Spontane, die Aktion in den Vordergrund.</p>



<p>Und damit beginnt schon der &nbsp;Versuch der Beschreibung, bei weitem nicht <strong>nicht</strong> der Erklärung der Kunst, die Herbert Schmidt uns hier präsentiert.</p>



<p>Diese großformatige Malerei ist Ergebnis der Bewegung, die Spuren einer Malerei, die der Emotion und dem Moment folgt, ohne planerische Vorarbeit, möglichst ohne den Kopf einzuschalten.</p>



<p>Die Malerei Herbert Schmidts reiht sich ein in die Tradition des Informel, einer Malerei ,deren bekannter deutscher &nbsp;Vertreter Emil Schumacher ist, um einen berühmten Namen zu nennen,</p>



<p>Der Spanier Tapies, der Oberflächen aufweist, die ein haptisches Erleben nahebringen und erinnern, gehört zu den Vorbildern Herbert Schmidts.</p>



<p>Bildtitel wie &#8222;Intuitive Verläufe&#8220;, oder &#8222;Ungesteuerte Gestik &#8220; unterstreichen und illustrieren die Vorgehensweise von Herbert Schmidt. Es geht um das, was sichtbar wird auf der Leinwand, wenn der Maler loslässt, Mut fasst, der Bewegung vertraut , der eigenen Pinselspur nachspürt.</p>



<p>In einem langen Gespräch, dass Herbert Schmidt und ich in seinem Atelier führten, haben wir uns mit Fragen beschäftigt, die Betrachter der Arbeiten von Herbert Schmidt äußern könnten und geäußert haben.</p>



<p>Ist das wirklich Kunst- oder kann das weg?</p>



<p>Wann ist das Bild gut, wann ist es fertig?</p>



<p>Fragen, die nicht leicht zu beantworten sind. Die Entscheidung des Künstlers, das Bild zu entlassen, den Betrachter innen zur Ansicht und zum Versenken anzubieten, erfordert Mut. Er muss vertrauen auf die Bereitschaft und die Offenheit, ein Bild auf sich wirken zu lassen. Ein gutes Bild, ein Kunstwerk setzt Erfahrung des Künstlers voraus, auch Können und &nbsp;das Wissen um die Reaktionen der verschiedenen Farben miteinander und mit dem Malgrund. In den Arbeiten von Herbert Schmidt können Sie den experimentellen Umgang mit verschiedenen Farben, Pinselarten und Stiften beobachten. Das Zusammenspiel der Bewegungsspuren auf der Leinwand formt das Bild.</p>



<p>Am wichtigsten und von geübten Betrachterinnen klar auszumachen ist die Intensität des Bildes. Intensität ist <strong><em>das</em></strong> Qualitätskriterium, das ein gelungenes Kunstwerk ausmacht. Diese Bilder haben einen hohen Anspruch und sie fordern Sie, liebe Gäste auf, sich immer wieder neu auf das Abenteuer Sehen von Kunst einzulassen und sich der Zumutung zu stellen, auch und gerade, wenn Sie das Gesehene befremdlich und nicht schön empfinden.</p>



<p>Beim Rundgang durch die Ausstellung in der Stadtbücherei sind die besondere Vielfalt der Arbeitsweisen von Herbert Schmidt zu entdecken, Vielfalt in Kraft, Ruhe und sogar in Zartheit.</p>



<p>Die Schau beginnt im Erdgeschoss mit zwei Ausrufezeichen. Die Arbeiten im Schaufenster mit den Titeln &#8222;Plötzliche Konstellation&#8220; und &#8222;Frenetische Äußerung&#8220; sind Bilder mit &#8222;Wow- Effekt&#8220;.</p>



<p>Aber weiter oben sehen Sie das Bild &#8222;Losgelöst&#8220; , ein Querformat, das große Ruhe auslöst und Sie sehen weiter oben die zartesten Arbeiten dieser Auswahl mit dem Titel &#8222;Entspannt träumen.&#8220;</p>



<p>Ich wünsche der Ausstellung viele interessierte und offene Besucher innen und Herbert Schmidt interessante Kommentare und Gesprächsanlässe.</p>



<p>Petra Stolting</p>



<p>2. Vorsitzende Kulturverein Zehntscheuer e.V.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herbertschmidt.eu/einfuehrungsrede-zu-emotionaler-auftritt-von-petra-stolting/">Einführungsrede zu &#8222;Emotionaler Auftritt&#8220; von Petra Stolting</a> erschien zuerst auf <a href="https://herbertschmidt.eu">Herbert Schmidt</a>.</p>
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		<title>Aus der Einführungsrede zu &#8222;Positionen&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[H. Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2019 11:35:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während man Musik einfach hören kann oder Lyrik rezitiert, ohne ständig Versfüße zählen zu müssen, ist die unmittelbare Rezeption, das rein sinnliche Erleben von Kunst nicht selbstverständlich. Das, was sie im Betrachter auslöst, ist im Betrieb keine relevante Kategorie. Dabei zielt die Bildende Kunst doch auch unmittelbar auf unsere Sinne. Die Arbeiten von Herbert Schmidt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Während man Musik einfach hören kann oder Lyrik rezitiert, ohne ständig Versfüße zählen zu müssen, ist die unmittelbare Rezeption, das rein sinnliche Erleben von Kunst nicht selbstverständlich. Das, was sie im Betrachter auslöst, ist im Betrieb keine relevante Kategorie. Dabei zielt die Bildende Kunst doch auch unmittelbar auf unsere Sinne. Die Arbeiten von Herbert Schmidt etwa sind leise und empfindsam. Ihnen wohnt etwas inne, was man durchaus als Poesie bezeichnen kann, also etwas, das sich der Sprache entzieht, das still, anmutig, ja andächtig ist. Dabei verwendet Herbert Schmidt eigentlich schäbiges Material, Pappen, Papierreste, Schnipsel, Schnüre, Drähte, Stöckchen, Hölzchen und Stückchen. Aus diesen gefundenen Materialien erstellt er Collagen, die nichts erzählen wollen, keinen Inhalt transportieren. Es ist ein intuitives Spiel mit Abstraktion und Form, mit Fläche und Linie. Zart ziehen sich feine Lineaturen über die Bildträger, die an archaische Zeichnungen erinnern, dann wieder verschafft sich eine Farbe zaghaft Gehör. Damit lässt uns Herbert Schmidt spüren, dass affektives Erleben ohne konkrete Erzählung möglich ist, dass für die sinnliche Wahrnehmung Form und Farbe genügen. Unmittelbar, pur und intensiv.</p>
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		<title>Der Künstlerhof in Rottenburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[H. Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2019 17:44:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die zwölfköpfige Künstlergemeinschaft bildet den Kern des Rottenburger Künstlerhofs. Sie setzt sich zusammen aus elf bildenden Künstlern mit eigenen Ateliers und der Schule Lebendige Schwertkunst.  Aus den Arbeitsfeldern Malerei, Bildhauerei, Keramik, Zeichnung und Druckgrafik sowie Objekt- und Installationskunst entwickelt sich die künstlerische Vielfalt im Künstlerhof. Mitglieder dieser Künstlergruppe  verfügen zum Teil über langjährige professionelle Erfahrung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herbertschmidt.eu/der-kuenstlerhof-in-rottenburg-3/">Der Künstlerhof in Rottenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://herbertschmidt.eu">Herbert Schmidt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die zwölfköpfige Künstlergemeinschaft bildet den Kern des Rottenburger Künstlerhofs. Sie setzt sich zusammen aus elf bildenden Künstlern mit eigenen Ateliers und der Schule <em>Lebendige Schwertkunst</em>.  Aus den Arbeitsfeldern Malerei, Bildhauerei, Keramik, Zeichnung und Druckgrafik sowie Objekt- und Installationskunst entwickelt sich die künstlerische Vielfalt im Künstlerhof. Mitglieder dieser Künstlergruppe  verfügen zum Teil über langjährige professionelle Erfahrung und sind mit ihren Werken auch überregional bekannt.</p>
<p>Obwohl das Atelier, der  Ort an dem die Kunstwerke entstehen, für die Künstler im Mittelpunkt steht,  werden die Werke in der Regel auswärts in verschiedenen Galerien und Ausstellungshäusern präsentiert. Für das Arrangieren der Ausstellungen sind die Künstler jeweils selbst zuständig. Eine große gemeinsame Ausstellung in den Ateliers, ergänzt von wechselnden Gastkünstlern bietet das jährlich stattfindende Künstlerhof-Fest, das sich über die Jahre zu einem beliebten Treffpunkt  der regionalen Kunstszene entwickelt hat.</p>
<p>Der Verein Künstlerhof Alte Spitalscheune Rottenburg am Neckar e. V. umfasst aber darüber hinaus viele weitere Mitglieder, die seine Aktivitäten sowohl ideell als auch praktisch unterstützen. Auf verschiedene Weise können Mitglieder  im Künstlerhof auch selbst künstlerisch aktiv werden wie z.B. in der Zeichengruppe oder durch die Teilnahme an Kursen und  Workshops. Neben den persönlichen Kontakten werden die Vereinsmitglieder durch den regelmäßigen Rundbrief über das aktuelle Geschehen auf dem Künstlerhof informiert.</p>
<p>Schon seit 2007 besteht die Zeichengruppe im Künstlerhof. Ins Leben gerufen wurde sie von Barbara Oswald, um interessierten Kolleginnen und Kollegen eine Möglichkeit zum regelmäßigen Aktzeichnen zu bieten.  Dieses Angebot ist inzwischen unter Künstlern im weiten Umkreis bekannt und viele Zeichner kommen gerne nach Rottenburg, um hier ihre Fertigkeiten immer wieder zu üben. Aber auch Neueinsteiger sind hier willkommen, denn in der respektvollen Atmosphäre der von Barbara Oswald einfühlsam geleiteten Zeichenabende wird jeder auf seinem Stand angenommen und gefördert.</p>
<p>In Zusammenarbeit  mit Initiativen, Schulen anderen sozialen und kulturellen Einrichtungen werden immer wieder interessante Projekte verwirklicht, die auch in weitere gesellschaftliche Kreise hinein wirken. Beispielhaft seien hier genannt: das Jugendprojekt Rottenburger Türen und Tore, JES- Projekte (Jugend engagiert sich) oder die Veranstaltung Rottenburg inklusiv. Zum internationalen Schüleraustausch, zu den Rottenburger Kulturnächten,  in den Heimattagen Baden-Württemberg oder in der Reihe Kultur am Nachmittag entstanden im Künstlerhof maßgebliche Beiträge.</p>
<p>Als 2008 nach der Lesung der <em>Gute-Nacht-Geschichten</em> auf dem Künstlerhof, dieser beliebten Veranstaltung des Schwäbischen Tagblatts, der Hut herumging, kam der gesammelte Betrag dem Kontaktcafé in Rottenburg zugute. Das Kontaktcafé wiederum gehört zum Freundeskreis Mensch e.V. und so ergab sich daraus eine mittlerweile auf 7 Jahre zurückblickende Projektarbeit, die vor allem in der Sommerwerkstatt Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringt. Das sich einander Unterstützen stärkt die gegenseitige Wahrnehmung und führt zu einem neuen Miteinander. Ursprünglich wurde dieses Projekt von der AKTION MENSCH gefördert. Anschlussförderungen geschahen u.a. durch die Fa. Ritter Sport sowie die Lechler Stiftung. Mittlerweile hat das Projekt in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Rottenburg unter dem Titel „Einfach für Alle“ eine erfolgreiche Fortsetzung gefunden. Da dieses Projekt sehr gut ankommt, sind die Veranstalter auch künftig dankbar für jede weitere Förderung.</p>
<p>Kinder von Flüchtlingen mit unserer Kultur vertraut zu machen, ist ein Anliegen, mit dem sich Künstlerinnen aus unseren Reihen in einem Projekt der VHS Rottenburg einbringen, das von der Rottenburger Stiftung Integrationskultur finanziell gefördert wird.</p>
<p>Die  regelmäßig im Künstlerhof stattfindenden  Kurse und Workshops zur Einführung in verschiedene künstlerische Techniken werden in der Regel von der Volkshochschule Rottenburg ausgeschrieben und organisiert, dies ist ein weiteres Beispiel für die bewährte Kooperation des Künstlerhofs mit der VHS.</p>
<p>Mit der „lebendigen Schwertkunst“ hat Wolfgang Abart von Anfang an einen besonderen Akzent in den Künstlerhof eingebracht. Angeboten werden Schwertkurse für Anfänger und Fortgeschrittene, sowie Kurse, bei denen die Handhabung von ganz verschiedenen Waffen geübt wird. Auch Aikido und Iaido werden am Künstlerhof trainiert. Beim Ki-Training geht es um eine mentale Kampfkunst, die weitgehend auf Techniken verzichtet. Wolfgang Abart bringt sich aber auch in die Vereinsarbeit mit ein und tauscht sich gerne mit den Künstlern aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vom Spitalhof zum Künstlerhof</p>
<p>Der 1927 erbaute Spitalhof war ursprünglich ein landwirtschaftlicher Betrieb, mit Pferde-Vieh- und Schweineställen sowie einer Wohnung für die Verwalterfamilie und Unterkünften für die Bediensteten; er gehörte der Rottenburger Hospitalstiftung, die noch heute  Altersheime betreibt. Ab 1967 war der städtische Bauhof in den Gebäuden und dem dazugehörigen Freigelände untergebracht. Als das Anwesen 2005 nach Auszug des Bauhofs frei wurde, haben sich Herbert Schmidt, Wolfgang Abart und andere Interessenten um  die Gebäude bemüht. Das Vorhaben, die  inzwischen denkmalgeschützten Hauptgebäude künstlerisch zu nutzen , wurde von dem damaligen Baubürgermeister Dr. Holger Keppel unterstützt, während die Nebengebäude  damals für den Abriss und zusammen mit dem Freigelände für eine Wohnbebauung vorgesehen wurden.</p>
<p>Nachdem erste provisorische Ateliers eingerichtet waren, wurde 2006 der Verein <em>Künstlerhof Alte Spitalscheune Rottenburg am Neckar e.V.</em> gegründet, mit dem Hauptzweck, günstige Arbeitsmöglichkeiten für Künstler zu schaffen. In Eigenleistung wurden die Räume nach und nach zu    Ateliers und Gemeinschaftsräumen hergerichtet.</p>
<p>Seit 2016 ist die Stadt Rottenburg Eigentümer des Ensembles. In den Jahren 2017/18 wurde auf dem angrenzenden Gelände ein großer Wohnkomplex errichtet und damit wird der verbliebene gemeinsame Innenhof künftig in einer neuen Weise belebt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herbertschmidt.eu/der-kuenstlerhof-in-rottenburg-3/">Der Künstlerhof in Rottenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://herbertschmidt.eu">Herbert Schmidt</a>.</p>
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		<title>Einführungsrede Kulturhalle Tübingen</title>
		<link>https://herbertschmidt.eu/einfuehrungsrede-kulturhalle-tuebingen-2017-materie-im-prozess/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ottnad]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 18:12:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Herbert Schmidt – Materie im Prozess [Materialbilder, Wandobjekte, Papierarbeiten] Kulturhalle Tübingen 03.03. – 01.04.2017 &#160; Gerüchten zufolge soll es sich im Jahr 2012 zugetragen haben. In Nordostgrönland – nicht weit vom Nordpol – begegneten sich einer der vielversprechendsten jüngeren deutschen Maler Daniel Richter (*1962) und der Grand Old Man der dänischen Kunstgeschichte Per Kirkeby (seines [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herbertschmidt.eu/einfuehrungsrede-kulturhalle-tuebingen-2017-materie-im-prozess/">Einführungsrede Kulturhalle Tübingen</a> erschien zuerst auf <a href="https://herbertschmidt.eu">Herbert Schmidt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Herbert Schmidt – Materie im Prozess</h2>
<h6>[Materialbilder, Wandobjekte, Papierarbeiten]</h6>
<h2>Kulturhalle Tübingen 03.03. – 01.04.2017</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gerüchten zufolge soll es sich im Jahr 2012 zugetragen haben. In Nordostgrönland – nicht weit vom Nordpol – begegneten sich einer der vielversprechendsten jüngeren deutschen Maler Daniel Richter (*1962) und der Grand Old Man der dänischen Kunstgeschichte Per Kirkeby (seines Zeichens Jahrgang 1938). In einem überlieferten Zeitungsinterview beschrieb es besagter Daniel Richter (nicht zu verwechseln mit dem namensgleichen Gerhard Richter): „Er [Kirkeby] reiste gerade ab, ich gerade an. Es war ein Projekt der dänischen Akademie, Geologen, Archäologen, Permafrostforscher und Künstler sind gemeinsam unterwegs. Die Wissenschaftler suchen nach Frühkulturen oder machen Bohrungen. Die Künstler müssen nur da sein und das auf sich wirken lassen.“</p>
<p><span id="more-3094"></span></p>
<p>Im Fall Kirkeby nun liegt die Sache freilich anders: Der heute unumstritten als Maler, Zeichner, Dichter, Vertrauter von Joseph Beuys u. a. Berühmte hatte ursprünglich als Geologe promoviert und bereits 1958 seine allererste Grönlandexpedition unternommen. Lange bevor der Begriff Klimawandel in aller Munde geführt wurde und sich Zeitgenossen wie Ilija Trojanow um die tatkräftige Bekämpfung des Eistaus der Gletscher und Weltmeere verdient gemacht haben, hatte Per Kirkeby zuerst den naturwissenschaftlichen und beinahe gleichzeitig auch den bildkünstlerischen Forscherblick auf die Geschichtlichkeit von Natur und menschlicher Existenz – samt deren gegenseitigen Wechselwirkungen und Abhängigkeiten – gelenkt. Mit Fug und Recht kann man Kirkeby so als Vordenker (mindestens als Mitdenker) der sog. Land Art bezeichnen, auch wenn sich deren Hauptprotagonisten – wie beispielsweise der Amerikaner Michael Heizer – in den 1960er Jahren stets gegen die Vereinnahmung durch die im Entstehen begriffene Ökologiebewegung zu verwehren wussten, indem sie kategorisch klarstellten: „Es geht um Kunst, nicht um Landschaft!“</p>
<p>Im Wissen und in dem Bewusstsein globaler Umweltzerstörung und deren unausweichlichen Konsequenzen für uns und die nachkommenden Generationen hat inzwischen selbst (und gerade!) in den Kulturwissenschaften der Terminus Geological Turn seinen Einzug gehalten. Gemeint ist die Notwendigkeit eines allgemeinen Umdenkens im Umgang mit den natürlichen Ressourcen und damit letztlich auch im Umgang miteinander und allen anderen Mitgeschöpfen. Nicht umsonst ging so denn auch der Titel einer richtungsweisenden Gruppenausstellung mit internationaler Künstlerbeteiligung in den Krefelder Museen Haus Lange und Haus Esters im vergangenen Jahr auf eben jenen Per Kirkeby zurück, der da lautete: „Die Kräfte hinter den Formen – Erdgeschichte, Materie, Prozess in der zeitgenössischen Kunst“.</p>
<p>Materie im Prozess ist hingegen die aktuelle Ausstellung von Materialbildern, Wandobjekten und Papierarbeiten von Herbert Schmidt hier in der Kulturhalle in Tübingen überschrieben. Unser Künstler wurde 1948 in Herrenberg geboren und lebt und arbeitet – seit 2001 freischaffend – in Rottenburg, wo er auch den Vorsitz der Atelier- und Werkstattgemeinschaft Künstlerhof Alte Spitalscheune einnimmt. Herbert Schmidt berichtet auf seine ganz eigene Weise von der Erdgeschichte; im wörtlich materialen Sinne stellen die von ihm gezeigten Werke Erdschichten, Erdgeschichten dar, die die geheimen Kräfte, die diesen hinter den gezeigten Formen innezuwohnen pflegen, ahnungsvoll offenbaren. Im Spannungsfeld von Ordnung und Struktur einerseits sowie von intuitiver Unbändigkeit und spontaner Emotionalität andererseits – wie es der Künstler selbst einmal formuliert hat – entstehen diese Bildkompositionen, von denen wir in der hiesigen Präsentation erstmals eine Auswahl ganz neuer Arbeiten (ausschließlich aus den Jahren 2016/17) sehen.</p>
<p>Im Unterschied zu ansonsten geläufigen Materialbildern anderer Künstler – sogenannten Assemblagen zum Beispiel – arrangiert Herbert Schmidt die von ihm verwendeten Fundstücke nicht einfach zu einem in seiner Unterschiedlichkeit der Materialitäten facettenreich schillernden Ensemble aneinander. Vielmehr erscheinen die hier plastisch bearbeiteten und farblich formal verfremdeten Papiere, Karton, Bleche, Holzsplitter, Stofffetzen und vieles andere mehr mit Bindemitteln, Sand, Steinmehl und anderen Massen eingebettet in reliefartige Malmateriallandschaften und so organisch miteinander verfügt. Die gestisch informelle Malfährte wechselt rhythmisch mit lineament eingeritzten Zeichenspuren und Schriftelementen, zweidimensional sich zurückziehendes Darstellungsareal mit skulpturaler Haptik, die berührt zu werden trachtet.</p>
<p>Fragmente also einer Alltagswelt, die zur Abfallwelt mutiert ist, lösen sich diese Einzelelemente von ihrer ursprünglichen Oberflächenqualität ganz ab und verbergen sich teilweise dem Blick des sie Betrachtenden, indem sie nur so eben noch unter den Farb- und Materialsedimenten hervorlugen, als hätten wir es mit einer unzureichend gesicherten archäologischen Ausgrabungsstätte fremder und zugleich doch nur allzu bekannter Kulturen zu tun: Schichten als Geschichte und Geschichten, zeithaltige Bildgeologien der Gegenwart in jedem Fall.</p>
<p>In den genannten Sedimenten soeben erst Entdecktes, der Vergangenheit – und damit der Vergänglichkeit – justament Entrungenes läuft so Gefahr, umgehend schon wieder in Vergessenheit zu geraten. Insbesondere die Erd- und Grautöne der aufgebrachten Farbe verstärken diesen Eindruck von Verwitterung noch zusätzlich. Impulsive Schüttungen, verschlierte Fleckenbildungen, amorph strukturierte Materialinseln lassen keine malerische Faktur (als eigentliche Handschrift des Künstlers) erkennen; analog zu Naturlandschaften sind Spalten und Krater, Furchen und Verwerfungen der verschiedenen Werkstoffe und Bildgründe stehengelassen, sodass die Arbeiten von Herbert Schmidt insgesamt weniger als gemachte denn als vermeintlich natürlich so gewordene erscheinen müssen.</p>
<p>Im Gegensatz zu den in unserer Jetztzeit allseits verbreiteten glossy glitzernden Hochglanzoberflächen der Werbewarenwelt, in deren Klavierlackoptik wir uns selbst nur allzu gerne makellos und randvoller Eitelkeit widerspiegeln möchten, sind es hier nachgerade die ungeglätteten Oberflächen (rau, rissig, faltig zerfurcht, verkantet und vernarbt), die eine ungewöhnlich anziehende Ästhetik entwickeln. Nebensachen und andere Fundstücke, dem Anschein nach als vollkommen unnütz Erachtetes werden in den neu geschaffenen Kontexten von Form, Fläche und Farbe zu einem ebenso neuen Leben erweckt. So unversehens bildwürdig geworden ist ihnen – der funktionalen und auf ökonomischer Effizienz hin orientierten Bestimmung erst einmal enthoben – ein gänzlich selbstsinniger Reiz wie eine eigene auratische Körperhaftigkeit verliehen, die das Transformationspotential von Materie und Material anschaulich macht und sich damit dem schnelllebigen Konsum widerständig zu entziehen versucht.</p>
<p>Wie immer stets für eine Überraschung gut präsentiert Herbert Schmidt in der Ausstellung eine – auch für Eingeweihte seines künstlerischen Tuns – völlig neue, neuartige Arbeit bzw. Werkgruppe unter dem Titel Construction (2016/17). Waren die tiefschwarzen Schnittbilder im Atelier noch als einzelne Module über die Wände verteilt (gewissermaßen im Zustand under construction, also auch hier Materie im Prozess begriffen), formieren sie sich nun in der raumhohen Kulturhalle zu einem einzigartigen monumentalen, wenngleich unlesbaren Zeichensystem. Aus ebenfalls vernutzten Bruchstücken alter, auf dem Boden vorgefundener Dachpappen (mitsamt den entsprechenden Gebrauchsspuren und Markierungen), die mit der für sie spezifisch körnig-porösen Beschaffenheit dem Künstler wie gerufen erschienen haben mussten, entwirft er ein vor der Wand stehendes / wie schwebendes Gebilde. In seiner offensichtlich architektoralen Ausprägung lässt dieses fin(e)ster funklende Bildgebilde allerdings vollständig offen, ob wir es etwa mit petroglyphen Landebahnen außerirdischer Zivilisationen, diesseitig frühgeschichtlichen Grabungsbefunden oder doch ganz und gar neuzeitlich anmutenden metropolen Airport-Baulichkeiten (diese bekanntlich auch häufig under unübersehbarer construction stehend) zu tun haben.</p>
<p>Doch was die vorgebliche – vielleicht besser: vergebliche – Lesbarkeit und Entschlüsselung derartiger Arbeiten betrifft, wie sie auch diejenigen von Herbert Schmidt vorstellen, kehre ich gerne wieder zum alten Dänen Kirkeby zurück, der dereinst so trefflich meinte: „Jeder Künstler weiss, das ein Bild erst interessant wird, wenn es sich sprachlich nicht fassen lässt.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5 style="text-align: right;">Clemens Ottnad M.A.,<br />
Kunsthistoriker &amp; Geschäftsführer<br />
des Künstlerbundes Baden-Württemberg</h5>
<p>Der Beitrag <a href="https://herbertschmidt.eu/einfuehrungsrede-kulturhalle-tuebingen-2017-materie-im-prozess/">Einführungsrede Kulturhalle Tübingen</a> erschien zuerst auf <a href="https://herbertschmidt.eu">Herbert Schmidt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Textbeitrag  in „10 Jahre Künstlerhof Rottenburg“</title>
		<link>https://herbertschmidt.eu/textbeitrag-in-10-jahre-kuenstlerhof-rottenburg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ottnad]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jan 2016 14:17:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Fundstücke, die Herbert Schmidt als Grundlage für seine Materialbilder verwendet, sind bereits bezeichnet von allerhand Texturen ihrer vormaligen Benutzung und Funktionen. Anlagerungen des Zufälligen ausgesetzt werden sie jedoch durch entschiedene – bisweilen scheinbar geringfügige – Interventionen, die Neukombination von Dingen, die vorgeblich nichts miteinander gemein haben, sowie farbliche Überarbeitungen dem Vergessen entrungen und so [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fundstücke, die Herbert Schmidt als Grundlage für seine Materialbilder verwendet, sind bereits bezeichnet von allerhand Texturen ihrer vormaligen Benutzung und Funktionen. Anlagerungen des Zufälligen ausgesetzt werden sie jedoch durch entschiedene – bisweilen scheinbar geringfügige – Interventionen, die Neukombination von Dingen, die vorgeblich nichts miteinander gemein haben, sowie farbliche Überarbeitungen dem Vergessen entrungen und so zum Sprechen gebracht. Entgegen einer übereilten, nur oberflächlichen Anschauung leitet Herbert Schmidt damit zu einem einfühlsamen Sehen an, das hinter Schichten und die Geschichtlichkeit vermeintlich entwerteter Stoffe führt und deren selbstsinniges Eigenleben zu entfachen vermag. Im Unterschied zu Assemblagen, bei denen die bloße Zusammenstellung einzelner Objekte die Komposition bestimmt, sind hier allerdings Holzstücke, Blechteile, Stofffetzen – die Fragmente einer Alltagswelt, die zur Abfallwelt mutiert ist – mit Bindemittel, Steinmehl und anderen Massen richtiggehend in ganze Materiallandschaften eingebettet. Mit ihren Rissen und Furchen, Fehlstellen und Verwerfungen wirken diese Werke weniger als gemachte denn als natürlich so vorgefunden Gewachsene.</p>
<h6 style="text-align: right;">von Clemens Ottnad<br />
(Kunsthistoriker und Geschäftsführer<br />
Künstlerbund Baden-Württemberg)</h6>
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		<title>Aus der Einführungsrede zu „Affinitäten“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ottnad]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2016 16:26:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>[…] Eine vergleichbare Vielfalt unterschiedlichster Oberflächenqualitäten prägt auch die Arbeit von Herbert Schmidt (ansässig im Künstlerhof Rottenburg), der vermeintlich unnütz entwertete Fundstücke als integrale Bestandteile seinen Materiallandschaften einverleibt. Achtlos weggeworfene Holzstücke, Blechteile, Stofffetzen und andere Versatzstücke eines vergangenen Alltags sind mit Bindemitteln, Steinmehl und anderen Massen in schrundige Areale eingebettet, als hätte ihr Erfinder soeben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>[…] Eine vergleichbare Vielfalt unterschiedlichster Oberflächenqualitäten prägt auch die Arbeit von Herbert Schmidt (ansässig im Künstlerhof Rottenburg), der vermeintlich unnütz entwertete Fundstücke als integrale Bestandteile seinen Materiallandschaften einverleibt. Achtlos weggeworfene Holzstücke, Blechteile, Stofffetzen und andere Versatzstücke eines vergangenen Alltags sind mit Bindemitteln, Steinmehl und anderen Massen in schrundige Areale eingebettet, als hätte ihr Erfinder soeben die Terra Incognita eines unbekannten Sterns betreten, auf dem die kleinsten Dinge unserer Welt nun wie kostbare Preziosen auf den rauen Gründen zu funkeln beginnen. Bildhauerische Vorgehensweisen, malerische Flächen und die Anlage grafischer Spuren sind in einem einzigen <em>metamaterialen</em> Ausdrucksmedium gänzlich organisch vereint.</p>
<h6 style="text-align: right;">Clemens Ottnad M.A.,<br />
Kunsthistoriker Geschäftsführer<br />
Künstlerbund Baden-Württemberg</h6>
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		<title>Die Künstlerhofgemeinschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[H. Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2016 19:51:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Extra]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>wer wir sind, wie wir ticken… Obwohl das gängige Bild vom Künstler-Sein längst aus dem Elfenbeinturm und auch vom Hinterstübchen exotischer Einzelgänger befreit ist, gibt es bis heute doch ganz unterschiedliche Vorstellungen davon. Wenn es bei uns auch keinerlei Starallüren gibt, so ist dennoch zu spüren, dass wir es hier mit Menschen zu tun haben, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>wer wir sind, wie wir ticken…</h5>
<p>Obwohl das gängige Bild vom Künstler-Sein längst aus dem Elfenbeinturm und auch vom Hinterstübchen exotischer Einzelgänger befreit ist, gibt es bis heute doch ganz unterschiedliche Vorstellungen davon. Wenn es bei uns auch keinerlei Starallüren gibt, so ist dennoch zu spüren, dass wir es hier mit Menschen zu tun haben, die auf ihre ganz eigene Sicht der Dinge großen Wert legen. Der Prozess des Zusammenwachsens zu einer Gruppe, den wir in den letzten zehn Jahren erlebt haben, ist dadurch nicht ohne gelegentliches Reiben und Knirschen verlaufen.  Doch über die Jahre zeigt sich, wie mit jedem erfolgreich abgeschlossenen Projekt die gemeinsame Schnittmenge in den persönlichen Ansichten gewachsen ist.</p>
<p>Künstlerisches Schaffen kann in verschiedene Richtungen wirken. Schon aus dem immer wieder praktizierten tiefen Einfühlen beim Erschaffen eines Werks ergibt sich letztlich eine Stärkung der eigenen Persönlichkeit für den Kunstschaffenden wie auch später für den Betrachter. Gerade in der Gegenwartskunst  gewinnen soziale und kommunikative Aspekte immer mehr an Bedeutung. Bei uns zeigt sich das vor allem in den Projekten mit Inklusions-Charakter, mit denen wir inzwischen so wunderbare Erfahrungen gesammelt haben.</p>
<p>Eine nicht zu unterschätzende Bedeutung auf das Wirken als Künstler hat auch der wirtschaftliche Hintergrund des Einzelnen. Das heute viel strapazierte „Bürgerschaftliche Engagement“ bzw. das „ehrenamtliche Arbeiten“  fällt Menschen, die sich täglich für ihre Existenzsicherung einsetzen müssen, nicht so leicht wie denen, die  ein sicheres Einkommen im Hintergrund wissen. Obendrein  bleibt Menschen, die für ihre wirtschaftliche Grundlage viel Aufwand treiben müssen, auch wenig freie Zeit, deshalb ist deren soziales Engagement  besonders zu respektieren.</p>
<h5>was wir machen</h5>
<p>Im Kern ist das künstlerische Schaffen etwas sehr individuelles, es spielt sich hauptsächlich im eigenen Atelier ab.  Oft werden die Ergebnisse erst bei Ausstellungen die meistens an ganz anderen Orten stattfinden, öffentlich sichtbar. Erfolge und Anerkennung spiegeln sich u.a. in den renommierten Ausstellungsorten, in den Mitgliedschaften in künstlerischen Berufsverbänden und in Ankäufen der Werke von bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen wieder.</p>
<p>Ganz wichtig sind uns aber auch die gemeinsamen Aktivitäten im Künstlerhof.  Der Höhepunkt ist dabei das jährliche Künstlerhoffest, das von unserer verhältnismäßig kleinen Gruppe immer wieder enormen Einsatz fordert. Diesen Tag nutzen viele Menschen aus Rottenburg, Tübingen und Umgebung, um unsere neuesten Arbeiten zu sehen, aber auch andere kunstinteressierte Menschen zu treffen und die angenehme Atmosphäre zu genießen. Durch das Einbinden von wechselnden Gastkünstlern fördern wir auch die Kommunikation unter den Künstlern der Region.</p>
<p>Eine beliebte Möglichkeit, sich uns anzuschließen bietet unsere Zeichengruppe, die sich regelmäßig zum Aktzeichnen trifft.  Mit Kursen und Wochenendworkshops bieten wir kunstinteressierten Menschen Gelegenheit zum Einsteigen und Üben in verschiedenen künstlerischen Techniken. Für Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung und auch Menschen mit psychischen Krankheiten bieten wir Gelegenheit in kleinen Gruppen zusammen mit Menschen ohne Behinderung kreativ zu sein. Für die Organisation solcher Gruppen hat sich die Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Mensch und der VHS Rottenburg bestens bewährt.</p>
<p>Eine Besonderheit im Künstlerhof ist zweifellos die Schwertkunst-Schule. Liebhaber und Fans  aus weiten Teilen Baden-Württembergs und Bayerns schätzen die ganz spezielle Ausrichtung dieser Schule zwischen überlieferten historischen Ansätzen aus Süddeutschland  und modernen Einflüssen auch aus asiatischen Kampfkünsten.</p>
<h5>der Hof</h5>
<p>Das historische Anwesen, das seit 2006 Sitz des Künstlerhofs ist, war ursprünglich ein landwirtschaftlicher Hof der Hospitalstiftung, die bis heute in Rottenburg Altersheime unterhält. In den 1927 erbauten Gebäuden wurde in den 1950er Jahren der städtische Bauhof eingerichtet. Als 2005 der Bauhof ein neues Domizil bekam, und das alte Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wurde, ergab sich die Gelegenheit für einige Künstler, hier einzusteigen. 2006 wurde der Verein Künstlerhof Alte Spitalscheune e. V. gegründet. Heute beherbergt das Gebäude 10 Ateliers für bildende Künstler und die Schwertkunst-Schule.</p>
<h5>der Verein</h5>
<p>Der Künstlerhof-Verein ist als gemeinnützig anerkannt und er ist eng mit der Stadtverwaltung verknüpft. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, wesentlich zur Vielfalt der kulturellen Angebote in Rottenburg und der Region beizutragen. Wir wollen die Kreativität, Lebensqualität und Identität in Rottenburg steigern.</p>
<h6 style="text-align: right;">Herbert Schmidt</h6>
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		<title>Aus der Einführungsrede zu &#8222;ungeglättet, unbegradigt&#8220;</title>
		<link>https://herbertschmidt.eu/herbert-schmidt-ungeglaettet-unbegradigt-objekte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ottnad]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2015 20:16:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>… Hier sind es die ungeglätteten Oberflächen, die eine eigene, ungewöhnlich anziehende Ästhetik entwickeln, indem sie zugleich rauh, rissig, erdig erscheinen, aber dennoch nachgerade dazu herausfordern, die farbig gefassten Objekte auch berühren zu wollen. Fundstücke, vermeintlich nutzlos Gewordenes, mindestens aber als unnütz Betrachtetes sind in den neu geschaffenen Kontexten von Form, Fläche und Farbe zu [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herbertschmidt.eu/herbert-schmidt-ungeglaettet-unbegradigt-objekte/">Aus der Einführungsrede zu &#8222;ungeglättet, unbegradigt&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://herbertschmidt.eu">Herbert Schmidt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>… Hier sind es die ungeglätteten Oberflächen, die eine eigene, ungewöhnlich anziehende Ästhetik entwickeln, indem sie zugleich rauh, rissig, erdig erscheinen, aber dennoch nachgerade dazu herausfordern, die farbig gefassten Objekte auch berühren zu wollen. Fundstücke, vermeintlich nutzlos Gewordenes, mindestens aber als unnütz Betrachtetes sind in den neu geschaffenen Kontexten von Form, Fläche und Farbe zu einem neuen Leben erweckt, das ihnen – ihrer funktionalen Bestimmung erst einmal enthoben – einen selbstsinnigen Reiz (und damit wieder Wert) verleiht.</p>
<p>Anders als bei Assemblagen, bei denen die Zusammenstellung einzelner Objekte bekanntermaßen die Komposition bestimmt, bettet Herbert Schmidt allerhand Holzstücke, Blechteile, Stofffetzen – die Fragmente einer Alltagswelt, die zur Abfallwelt mutiert ist – mit Bindemittel, Steinmehl und anderen Massen richtiggehend in seine Materiallandschaften ein. Plastisch und farblich überarbeitet lösen sich diese von ihrer ursprünglich mitgedachten Oberflächenbeschaffenheit ganz und entziehen sich teilweise dem Blick des sie Betrachtenden, indem sie nur so eben noch unter den Farb- und Materialsedimenten hervorlugen, als hätten wir es mit einer unzureichend gesicherten Ausgrabungsstätte zu tun.</p>
<p>Gerade erst Entdecktes, der Vergangenheit/Vergänglichkeit Entrungenes läuft so Gefahr, umgehend wieder in Vergessenheit zu geraten. Insbesondere die Erd- und Grautöne der aufgebrachten Farbe verstärken diesen Eindruck von Verwitterung noch. Schüttungen, Fleckenbildungen, sandig strukturierte Materialinseln lassen keine malerische Faktur (als Handschrift des Künstlers) erkennen, analog zu Naturlandschaften sind Spalten und Krater, Furchen und Verwerfungen stehen gelassen, und die Werke Herbert Schmidts wirken insgesamt weniger als gemachte denn als natürlich so gewachsen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6 style="text-align: right;">Clemens Ottnad M.A.<br />
Kunsthistoriker</h6>
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		<title>Über die Arbeit von Herbert Schmidt in &#8218;Kunst ist Heimat&#8216;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Möhring]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jan 2013 19:43:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>… Ich denke nicht an ein Ding – oder einen Gegenstand oder einen Ausdruck&#8230; ich denke nicht, sondern ich mache und mache&#8230; Wenn es gelingt, so aus dem Prozess heraus etwas zu schaffen&#8230; das ich nicht mir so wirklich im Kopf überlegt hab und nicht geplant und nicht gewollt hab&#8230; dann ist‘s richtig, dann ist‘s [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herbertschmidt.eu/ueber-die-arbeit-von-herbert-schmidt-in-kunst-ist-heimat/">Über die Arbeit von Herbert Schmidt in &#8218;Kunst ist Heimat&#8216;</a> erschien zuerst auf <a href="https://herbertschmidt.eu">Herbert Schmidt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>… Ich denke nicht an ein Ding – oder einen Gegenstand oder einen Ausdruck&#8230; ich denke nicht, sondern ich mache und mache&#8230; Wenn es gelingt, so aus dem Prozess heraus etwas zu schaffen&#8230; das ich nicht mir so wirklich im Kopf überlegt hab und nicht geplant und nicht gewollt hab&#8230; dann ist‘s richtig, dann ist‘s gut! – Es ist aber ganz schön schwierig, ganz schön schwierig, weil, man hat ja nun einen Kopf, und man denkt ja auch!“ Und den Kopf darf man nicht ablegen, denn der Künstler muss ja in jedem Augenblick das Geschehen beobachten und beurteilen, wie sonst könnte etwas „auf ihn zu kommen“?</p>
<p>Der studierte und gut verdienende Ingenieur hat sich von Vielem losreißen müssen, um solche Authentizität zu erreichen. Eine ganze durchlebte Welt steht hinter seiner Serie „Wenn das In-der-Welt-Sein zur Heimat wird“. Über große Stufen verlief dieser Prozess, zunächst ist die Heimat des Kindes aus Herrenberg aufgebrochen seit dem Studium in Berlin, später zu europäischer Weltläufigkeit; aber dann noch einmal in ganz anderer Weise, als der Ingenieur zwischen seinen Computern zwar die Welt flugzeug-erreichbar hatte, und doch keine Freiheit, und sich gegenüber den Abhängigkeiten des Alltags die dritte, weiteste Heimat in seiner Kunst verschaffen musste – nichts anderes kam mehr in Frage. So spürt der Betrachter in seinen Bildern die ruhige Präsenz („Ruhender Geist“ heißt eines), das große Schweigen, das ‚man nicht interpretieren muss, nicht interpretieren soll‘, um das stille Anwachsen nicht zu stören.</p>
<p style="text-align: right;">von Harald Möhring<br />
(Kunsthistoriker)</p>
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		<item>
		<title>Katalogtext zu &#8222;Materie im Prozess&#8220;</title>
		<link>https://herbertschmidt.eu/katalogtext-zu-materie-im-prozess/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Möhring]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Jan 2013 20:13:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Das sieht ja nach Industrie-Archäologie aus“, mag mancher Betrachter bei manchem Detail in Herbert Schmidts neuen Bildern denken. Abgenutzte Metalltei­le, aber auch Reste hölzerner Gerätschaften scheinen aus Schichten verschieden getönter Ablagerungen hervor, unkenntlich bezüglich ihrer Herkunft oder ihres ehemaligen Zwecks. Spröde, nicht ohne Weiteres sich mitteilende Materialland­schaften, nicht selten von schweren, erdgebundenen Farben bestimmt, in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://herbertschmidt.eu/katalogtext-zu-materie-im-prozess/">Katalogtext zu &#8222;Materie im Prozess&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://herbertschmidt.eu">Herbert Schmidt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Das sieht ja nach Industrie-Archäologie aus“, mag mancher Betrachter bei manchem Detail in Herbert Schmidts neuen Bildern denken. Abgenutzte Metalltei­le, aber auch Reste hölzerner Gerätschaften scheinen aus Schichten verschieden getönter Ablagerungen hervor, unkenntlich bezüglich ihrer Herkunft oder ihres ehemaligen Zwecks. Spröde, nicht ohne Weiteres sich mitteilende Materialland­schaften, nicht selten von schweren, erdgebundenen Farben bestimmt, in die nur hier und da einmal Klänge beweglicherer Farbwelten durchbrechen, breiten ein festes, von keinem Rahmen eingegrenztes Tableau in sich gesicherter Statik aus. Doch auch nicht nur Statik. Denn das Gesicherte in der Erscheinung ist Ergebnis ei­ner spürbar vorhandenen Kraft, die, zumeist verhalten, die Elemente dieses ge­wichtigen Stroms auch einmal entschieden zu beschleunigen, in Dynamik zu ver­setzen vermag.</p>
<p>(…)Allen (Bildern) gemeinsam ist, dass mit Fundstücken gearbeit­et wird, Fundstücke aus der Natur oder Reststücke aus dem Zivilisationsbetrieb, und die werden mit Bindern, Steinmehl usw., verschiedenen plastischen Massen und Pigmenten bearbeitet, übergearbeitet, oft in mehreren Lagen. „Man hat da eine Art von Ästhetik vor sich, die aber nicht entworfen oder konstruiert ist, sondern die irgendwie eher sich ergibt. Die sich ergeben hat im Arbeitsprozess. Ich versuche viel zu arbeiten und in einen Prozess hinein zu kommen und den ablaufen zu las­sen. Und dann bei der Grobheit zu bleiben und nichts zu glätten und nichts fein zu machen, um so diesen Zustand zu behalten. Und dann einfach abbrechen und stehen lassen. Nicht noch etwas schön machen, glatt machen, denn sonst verliert es diese Qualität, dieses Entstandene, einfach so pur Dastehende!“</p>
<p>Diese Qualität, dieses so pur Dastehen ist dennoch kein Zufallsergebnis, son­dern errungenes Arbeitsergebnis. Die Arbeit ist die im eigentlichen Sinne künstleri­sche. Gewiss, da spielt auch eine gewisse handwerkliche Fingerfertigkeit eine Rol­le, Erfahrung, Materialkenntnis&#8230; Aber künstlerische Arbeit heißt auf empfindsamste Weise wach zu beobachten, was in jedem Augenblick geschieht, feinfühlig, über­legt und vorausschauend zu reagieren und doch stets der genannten Versuchung zu entgehen; zu handeln und doch zugleich sich wieder zurück zu halten. So dass am Ende die Kraft des Bildes womöglich ein Spiegel der Kraft der Zurückhaltung ist.</p>
<p>(…) Das Bild als Ganzes nimmt Materialien mit dem ihnen innewohnenden Kreislauf der Dinge, ihrer Historie in sich auf, konkret einer­seits und doch auch sublimierend, abstrahierend andererseits; das Einzelne geht, jedoch ohne zermahlen, zerstört zu werden, auf im Ganzen des Werks, das nicht nur mehr ist als die Summe der darin steckenden Teile, sondern das ein Stück völlig anderen Rechts ist als jene.</p>
<p>(…)Bilder gibt es in Fluten, mittlerweile auch Materialbil­der. Nicht so Bilder, die die verwendeten Materialstücke amalgamieren, und zwar nicht in ihrer Masse, sondern indem sie sie in ihrer Materialeigenschaft gewisserma­ßen abstrahieren, wie dies bei Herbert Schmidt geschieht. Genau dies, das kraftvoll schweigende, nachdrücklich nicht sich mitteilende Dastehen der Bildsprache mag dem Einen oder Anderen ungewohnt sein. Bei Anselm Kiefer zum Beispiel wissen wir unmittelbar, was als Fundstücke im Bild ist, anders würde der thematische Zusam­menhang gar nicht vermittelt. Bei Antoni Tàpies heißt es dagegen, „ich wähle für meine Bilder immer Materialien, die für sich schon eine große Ausdruckskraft ha­ben“; ‚für sich‘ – nicht unbedingt für irgend einen Symbolbezug! Oder blickt man auf Cy Twomblys Einkreisen des nie zu Haltenden, des lebendig Eindruckshaften, das vom Materialen fort zu den Triebkräften hinter der Bedeutung strebt, auch im Mittel des Schriftlichen immer nur streifend verweisend und selbst bei plastischen Arbeiten den Reiz im Flüchtigen suchend – so wird dort jeweils ein ganz anderer Ansatz dem Materialhaften gegenüber spürbar. Tàpies‘ Arbeitsweise steht unser Maler relativ nahe, gerade auf sie mag noch ein Licht fallen, wenn an Herbert Schmidts Bildern bewusst wird, dass hier – neben und unter der Farbe – Material noch präziser auf den Punkt seines abstrakten Vorhandenseins reduziert wird.</p>
<p>Dies ist ein bemerkenswerter Vorgang. Holz, Blech, Erdiges nicht dazu verwen­det, inhaltliche Bezüge für eine Bildwirkung aufzubauen, sondern – jedenfalls in den Bildern der letzten ein, zwei Jahre – offensichtlich nur dazu eingesetzt, mit den ver­wendeten Fundstücken als solchen eine Atmosphäre des dinglich, materialhaft Gegebenen ins Bild zu bringen, und zwar in denkbar allgemeinster Weise. Wohl je differenziert, wie auch das Material der Welt unendlich differenziert ist. Doch die Materialität dessen, was da alles hineingewirtschaftet ist, wird allein verwendet, wie auch das Material der Farbe verwendet wird, es wird gewissermaßen mit auf der Palette gemischt, aufgetragen, geschichtet und vertrieben – nur dass anstelle von ‚Krappkarmin‘, ‚Ultramarinblau‘ oder ‚Chromoxidgrün feurig‘ nun ‚Metallisch rostig‘ oder (selten) ‚blank‘, ‚Kantholzig‘, ‚Seil zerfasert‘ treten und mit eingemalt werden.</p>
<p>Der Maler hebt damit nicht auf Farbwirkung ab – sie tritt in zurückhaltender In­tensität allerdings noch hinzu – sondern auf etwas Entsprechendes auf der Ebene des Materialhaften. Eine Materialität, die eine Wirkungsbedeutung haben kann, wie sie in anderer Art eben die Farbe hat – Rot etwa Dynamik, Grün sprießendes Leben usw. So wie man abstrakt über Farbwirkung spricht, so müsste man hier spre­chen über Wirkung des Materialen; jedoch nicht über die Wirkung des konkreten Dings, wie wir es aus dem Alltag kennen, sondern über jene, durchaus ebenfalls spürbare, sinnlich erfahrbare, seines allgemeinen Materialseins, seiner Dinglichkeit.</p>
<p>Geht man der Farbstimmung in diesen Bildern nach, so könnte man zu Ein­drücken kommen, die in der Richtung etwa von ‚Waldboden‘ liegen, elastisch-soli­de, in seiner Kraft ruhend, etwas auch stimmungsmäßig Haptisches, wie Torf, nicht warm, aber durchaus wärmend. – Dies ist ein Versuch, den Emotionswert von Far­be in Worte zu bringen – Farben ‚lesen‘ wir mithilfe der Eindrucksfähigkeit unseres Inneren, Farbe ist Seelensprache. Das Erspüren von Materialien im Bild Herbert Schmidts – es findet freilich weitgehend nur übers Auge statt – ist ein vergleichbarer Vorgang auf eindeutig anderer Ebene, Materialsprache ist – nun ja, Körper-Spra­che. Beim Wort ‚Körpersprache‘ stellt sich sogleich die Assoziation ‚Ballett‘, ‚Panto­mime‘ oder Ähnliches ein, worüber hier nicht zu sprechen ist – aber selbst dort ‚ver­stehen‘ wir die Ausdrucksformen, die uns gegenüber treten, indem wir sie im Sehen still in uns gewissermaßen imitieren, mit dem eigenen Körper nachformen. So ist die Erfahrung vor den Materialbildern von Herbert Schmidt eine solche, die auf die eigene Materialität, auf das eigene Im-Körper-Sein hinleitet; die Beobachtungen einleiten mag, die zu möglicherweise hochinteressanten Erfahrungen der eigenen „Verkörperung“ führen.</p>
<h6 style="text-align: right;">Harald Möhring</h6>
<p>Der Beitrag <a href="https://herbertschmidt.eu/katalogtext-zu-materie-im-prozess/">Katalogtext zu &#8222;Materie im Prozess&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://herbertschmidt.eu">Herbert Schmidt</a>.</p>
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